Natur erleben

Für die Entdecker und Forscher unter Euch…hier findet ihr tolle Ideen und Abenteuer! 

Hummel_Foto Georg Rothmann

Garteln daheim

Hallo Frischlinge,

Pflanzen und Säen sind zwei schöne und sinnvolle Tätigkeiten, mit denen wir vielen Tieren, auch Insekten helfen können. Jäger pflanzen in ihren Jagdrevieren Hecken, weil in den Sträuchern Vögel brüten können und Wildtiere Schutz finden. Jäger säen auch Wildwiesen, Wildäcker und Blühflächen ein. Aus den Saatkörnern wachsen zum Beispiel zahlreiche Gräser, Kräuter, Klee und Blumen, die unzähligen kleinen wie großen Tieren etwas zu futtern bieten.

Bienen oder Hummeln und Schmetterlinge lieben Blumenwiesen. Dort finden sie Nahrung. Und weil die Blühflächen nicht nur nützlich sind, sondern auch so schön aussehen, werden in privaten Gärten und in Dörfern und Städten immer öfter Blühflächen angelegt. Nun hat nicht jeder Mensch einen Balkon oder Garten, wo er so etwas tun kann.

Die Zwillingsbrüder Maxi und Anderl hatten eine Idee und verraten Euch, was sie getan haben:

“Unsere Mutter hat vom Einkaufen ein Packerl Radieserl, einen kleinen Beutel Gartenkresse und eine Dose mit einer Wildblumenmischung mitgebracht. Radieserl mögen wir selber gerne essen. Die Kresse gibt unsere Mutter an einen Salat oder streut sie auf ein Brot. Mit den Blumen möchten wir Bienen und anderen Insekten ein wenig helfen.

Also haben wir alles in kleinen Gefäßen ausgesät “

 

Zu Hause gibt es immer wieder leere Joghurtbecher, Eierschachteln und Milchtüten. Daraus fertigen wir Gefäße zum Einsäen. Bei der Milchtüte schneiden wir eine lange Seite rundum auf. In die Unterseite und auch in den Boden der Joghurtbecher müssen kleine Löcher gestochen werden. Nur dann kann das Gießwasser ablaufen. Plastik-Blumentöpfe haben bereits Löcher im Boden.

Das Saatgut von Wildblumen wächst auch auf schlechteren, etwas steinigen Böden. Doch weil wir neugierig sind, haben wir zum Vergleich ein wenig Erde von einem Feld geholt. Das wird vom Bauern immer gedüngt, so dass in der Erde mehr Nährstoffe sind. Außerdem haben wir ganz saubere Blumenerde aus einem Sack genommen. Für die Kresse haben wir die Watte verwendet.

Unsere Pflanzbehälter haben wir dann mit den verschiedenen Erden aufgefüllt und die Erde etwas angedrückt. Bis knapp unter den Rand darf die Erde reichen.

Neugierig sind wir darauf, ob auch Radieserl und Kresse in unseren kleinen Beeten wachsen.

Fast sind wir fertig. Jetzt nur noch das Blumensaatgut möglichst gleichmäßig in den Pflanzbehältern verteilen. Mit den Fingern kratzen wir die Saatkörner ein wenig in den Boden ein. Aber nicht zu tief. Solche Saatkörner mögen am liebst nahe beim Licht sein.

Zum Schluss muss die Erde am besten mit einer Wassersprühflasche feucht gemacht werden. In den kommenden Wochen tun wir das immer wieder.

Maxi und Anderl sind ganz neugierig, was passiert. Wie lange es wohl dauert, bis die ersten Saatkörner keimen? Und wachsen die Blumen, die Kresse oder Radieserl schneller bei Sonne und Wärme oder eher im kühlen Schatten?

So zeigte sich die Blühmischung nur fünf Tage nach dem Aussäen

Nach nur vier Tagen war die Kresse schon ganz dicht

Habt Ihr, liebe Frischlinge, Lust das gleiche auszuprobieren, was Maxi und Anderl getan haben?

Wenn Ihr dann von Euren Erfolgen gerne mit einem Foto berichten möchtet, dann sendet eine E-Mail an Waldi@jagd-bayern.de