Naturküche - selbst gemacht schmeckt besser ...

An dieser Stelle findet Ihr leckere Rezepte zum einfachen Nachkochen. Von Frühjahr bis Herbst bietet uns die Natur eine riesige Vielfalt an Lebensmitteln, die wir direkt von Wald und Wiese "ernten" können. Und wer in dieser Zeit richtig einlagert, der kann auch im Winter vom Apfelmus bis Zitronenmelissentee den Geschmack des vergangenen Sommers genießen.

Erntezeit auf der Streuobstwiese

Apfelherz, Foto: Antje Deepen-Wieczorek (piclease)
Apfelherz, Foto: Antje Deepen-Wieczorek (piclease)
Apfelkorb, Foto: Iris Göde (piclease)
Apfelkorb, Foto: Iris Göde (piclease)
Apfelpfannkuchen - nur noch etwas Zimtzucker drüber
Apfelpfannkuchen - noch etwas Zimtzucker drüber
Zwetschgen, Foto: Hanns-Frieder Michler (piclease)
Zwetschgen, Foto: Hanns-Frieder Michler (piclease)
Zwetschgen, Foto: Antje Deepen-Wieczorek (piclease)
Zwetschgen, Foto: Antje Deepen-Wieczorek (piclease)
Zwetschgen-Muffins - frisch auf dem Ofen ...
Zwetschgen-Muffins - frisch auf dem Ofen ...

Leckere Apfelpfannkuchen

Du brauchst:

  • 2 Äpfel
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2 Eier
  • 4 Esslöffel Zucker
  • 200ml Milch
  • 120g Mehl
  • 1 Messerspitze Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • Zwei Schüsseln
  • Ein Rührgerät
  • Eine Pfanne

Und so geht’s:

  • Trenne als erstes das Eiweiß vom Eigelb.
  • Das Eiweiß musst Du anschließend mit 2 Esslöffel Zucker mit Hilfe eines Rührgeräts steif schlagen, das bedeutet, solange rühren, bis das Eiweiß fest wird und an der Rührschüssel klebt.
  • Das Eigelb musst Du ebenfalls in einer extra Schüssel mit 2 Esslöffel  Zucker cremig schlagen.
  • Dann fügst Du zu dem Eigelb die Milch hinzu.
  • Jetzt gibst Du das Mehl sowie das Backpulver und eine Prise Salz dazu und mixt das Gemisch noch einmal durch.
  • Zum Schluss hebst Du vorsichtig den Eischnee unter Deinen Teig.
  • Die Äpfel musst Du schälen, vierteln, entkernen und in Scheiben oder Stücke schneiden.
  • Zusammen mit der Butter und etwas Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen, das heißt solange warten, bis der Zucker anfängt sich zu verflüssigen und bräunlich wird.
  • Anschließend füllst Du die Pfanne mit Deinem Teig auf und backst den Pfannkuchen auf beiden Seiten goldgelb.

Zwetschgen-Muffins

Du brauchst:

  • 125g Butter
  • 75g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 250g Mehl
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 1 Teelöffel Zimt
  • 75ml Milch
  • 300g Pflaumen
  • Eine Rührschüssel
  • Ein Rührgerät
  • Papierbackförmchen

Und so geht’s:

  • Als erstes gibst Du Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz in eine Rührschüssel und rührst das Gemisch schaumig.
  • Die Eier werden einzeln untergerührt.
  • Anschließend musst Du Mehl, Backpulver und Zimt mischen und zusammen mit der Milch unter den Teig rühren.
  • Dann entsteinst Du die Pflaumen und schneidest sie in kleine Würfel.
  • Die Zwetschgenwürfel rührst Du nun vorsichtig unter den Teig.
  • Als nächstes musst Du zwei Papierbackförmchen ineinander setzen und auf ein Backblech geben.
  • Fülle nun Deinen Teig in die Förmchen. Achtung, Du darfst die Förmchen nur gut halb voll machen, da Dein Teig beim Backen noch aufgeht!
  • Die Muffins müssen bei 150-175 Grad ca. 20 Minuten gebacken werden.

Guten Appetit!

Fruchtige Wildpflaumen-Gummibärchen

Wildpflaumen, Foto: Anne Bermüller / pixelio.de
Wildpflaumen, Foto: Anne Bermüller / pixelio.de
Wildpflaumen, Foto: M. Großmann / pixelio.de
Wildpflaumen, Foto: M. Großmann / pixelio.de

Du brauchst:

  • 1,5 kg Wildpflaumen
  • 300 ml Wasser
  • 1 kg Zucker
  • Zucker zum Dekorieren


Und so geht’s:

  • Zuerst musst Du die Wildpflaumen waschen und im Wasser köcheln lassen bis sie zerfallen.
  • Dann streichst Du sie durch ein Sieb und gibst sie zusammen mit dem Zucker zurück in den Topf.
  • Jetzt musst Du heftig umrühren und die Früchte mit dem Zucker zu dickem Mus einkochen.
  • Nun musst Du das Mus weiter kräftig kochen lassen, bis sich die Fruchtmasse vom Topf löst. Achtung, dass sie nicht anbrennt!
  • Anschließend fettest Du eine Form mit Pflanzenöl ein, gibst die Fruchtmasse hinein, streichst sie glatt und lässt sie abkühlen.
  • Zum Schluss kannst Du die feste Fruchtmasse in eine beliebige Form schneiden.
  • Zur Aufbewahrung brauchst Du einen geschlossenen Behälter.

Tipp: Wenn Du Deine Fruchtgummibärchen in Zucker wälzt, schmecken sie besonders gut!

Ich freue mich über ein Foto von Euch mit Euren Meisterwerken

Feiner Steinpilzsalat

Feiner Steinpilzsalat

Der Steinpilz ist ein sehr leckerer Speise­pilz. Aber Achtung: Beim Schwammerl­suchen kann er mit dem ungenieß­bar bitteren Gallen­röhrling verwechselt werden.
Der Steinpilz ist ein sehr leckerer Speisepilz. Aber Achtung: Er kann mit dem ungenießbaren Gallenröhrling verwechselt werden.
  • Für jeden deiner Gäste brauchst Du einen mittelgroßen Steinpilz.
  • Wenn Du die Pilze selbst gesammelt hast, musst Du sie vorher mit einer kleinen Bürste oder einem feuchtem Schwamm säubern. Aber bitte nicht waschen, die Pilze werden sonst matschig.
  • Nun schneide Deine Schwammerl längs in möglichst dünne Scheiben ungefähr 1 cm dick.
  • In einer großen Pfanne brätst Du Deine Pilzscheiben in heißem Olivenöl auf jeder Seite 2-3 Minuten, bis sie leicht braun sind. Wenn Du den Geschmack magst, kannst Du auch noch mit Kümmel würzen.
  • Richte Deine Pilzscheiben auf einem Teller an und würze sie mit Pfeffer und Salz.
  • Jetzt musst Du nur noch eine Marinade aus Olivenöl und weissem Balsamico-Essig anrühren; schneide viel frische Petersilie hinein und richte Deinen Salat damit an.
  • Ein bisschen durchziehen lassen und mit frischem Baguette servieren.

Viel Spaß beim Nachmachen und Guten Appetit!

Feine Rehleberpate

Feine Rehleberpate

hört sich schwierig an, geht aber ganz einfach und schmeckt saugut!

  • Lasse dir von dem Jäger ein Stück frische Rehleber geben, du brauchst ca. 200 g.
  • Die Leber schneidest du in Stücke und brätst sie mit etwas Öl an. Sie soll durchgebraten aber nicht braun werden. Noch nicht salzen, wenn man Leber vor dem Braten salzt, wird sie hart.
  • Jetzt fügst Du vier Esslöffel Trauben- oder Apfelsaft dazu und lässt alles noch ein bisschen einkochen.
  • Die Masse füllst Du jetzt in ein hohes Gefäß und pürierst Sie mit einem Zauberstab oder im Mixer.
  • Du kannst das Ganze auch noch durch ein Sieb streichen, dann wird’s besonders fein.
  • Jetzt kommen noch zwei Esslöffel Creme Fraiche und 50 g flüssige Butter dazu.
  • Zum Schluss wird die Pastete mit Salz, Pfeffer und Majoran abgeschmeckt.
  • In ein kleines Weckglas oder eine andere schöne Form füllen und kalt stellen.

Fertig ist ein toller Brotaufstrich, der sich im Kühlschrank gut ein Woche hält.
 
Guten Appetit !

Eiskonfekt

Ihr braucht dazu:

  • 100 g Palmin (es muss Palmin sein, weil nur das einen niedrigen Schmelzpunkt hat. Nur dann schmeckt die Leckerei wirklich kühl)
  • 100 g Puderzucker
  • 25 g Kakaopulver, kein Instantpulver sondern echten Kakao
  • 1 Päckchen Vanillezucker

Und so geht’s:

  • Das Palmin lasst ihr zerlaufen und rührt den Puderzucker und den Vanillezucker ein.
  • Jetzt kommt noch der Kakao dazu.
  • Das Ganze lasst ihr ein bisschen auskühlen.
  • Die Masse wird jetzt in Eiskonfekt-Förmchen gefüllt.
    (Fragt mal eure Oma, vielleicht hat sie noch welche, sonst müsst ihr euch Stanniolförmchen besorgen oder basteln.)
  • Eine Schüssel mit Schnee füllen und eure Leckereien darin auskühlen lassen. Das ganz geht natürlich auch im Kühlschrank, aber mit Schnee schmeckt’s halt viel, viel besser.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Über Bilder Eurer Weihnachtsbäckerei freue ich mich jetzt schon!

Ein Naschbaum für die Tiere im Winter

Am Naschbaum finden die Vögel im Winter alles, was ihnen schmeckt ...

Willst Du auch ein „grüner Weihnachtsmann“ sein?

Dann schmücke für die Wildtiere in Deinem Garten einen weihnachtlichen Naschbaum.

Du brauchst:
Äpfel, Erdnüsse, Meisenknödel, getrocknete Früchte, Fichten- und Kiefernzapfen, eine Bastschnur.

Und so geht’s:
Spicke die Zapfen mit den getrockneten Früchten und Nüssen.
Dann befestige die Leckereien mit der Bastschnur an den Ästen.
Beim Schmücken kannst Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen.

Das schmeckt Amsel, Spatz & Co.

Blaumeise
Blaumeise
Blaumeise
Blaumeise
Haussperling
Haussperling

Schnabelgerechtes Energiefütter, das heißt, kalorienreiches Körnerfütter. Zu kaufen in fast jedem Lebensmittelgeschäft. Oder noch besser – ihr „kocht“ unseren Freunden selbst das perfekte Winterdinner! Und so geht’s:

  • Du brauchst etwa 500 Gramm Pflanzenfett, das Du in einem Topf erhitzen musst bis es flüssig ist
  • Gib jeweils 250 Gramm Weizenkleie und Haferflocken hinzu, bis eine „Pampe“ entsteht
  • Koche ca. 6 Eier hart, zerkleinere sie und rühr sie in die Pampe unter
  • Jetzt gib noch 500 Gramm Quark hinzu und vermische alles zu einem leckeren Eintopf
  • Als Krönung kannst Du noch gerne Erd- oder Haselnüsse, Sonnenblumenkerne oder auch Rosinen hinzugeben!
  • Zum Schluss zerbröselte Eierschalen hinein streuen und die Pampe warm in eine große oder mehrere kleine Schüsseln geben.
  • Sobald das Futter abgekühlt ist, kannst Du unsere gefiederten Freunde in deinem Gartenrestaurant zu Tisch bitten!

Und zum Nachtisch: Meisenknödel

  • Für einen Knödel brauchst Du 150 Gramm Pflanzenfett, 150 Gramm Körnermischung und eine Kordel
  • Erwärme das Fett bis es weich ist, gib die Körnermischung hinzu und lasse die Masse abkühlen.
  • Kurz bevor es kalt ist, kannst Du dann aus der Masse einen Knödel formen!
  • Dabei musst Du die Kordel mit einarbeiten.
  • Jetzt kannst Du die Knödel an einem Ast hängen und als Leckerbissen in deinem Vogelrestaurant anbieten!

Schneeflocken

Ihr braucht dazu:

  • 100 g weiße Schokolade
  • 100 g Cornflakes

Und so geht’s:

  • Die Schokolade brecht Ihr in Stücke und lässt sie im Wasserbad bei kleiner Hitze zerlaufen.
  • Wasserbad geht so: Ihr stellt in einen Topf mit Wasser einen kleineren Topf in dem die Schokolade schmilzt.
  • Jetzt zerbröselt Ihr die Cornflakes und rührt sie unter die flüssige Schokolade bis alle mit Schoko umhüllt sind.
  • Die Masse lasst Ihr ein bisschen abkühlen.
  • Nun setzt Ihr mit einem Teelöffel einen Klecks auf ein Pergamentpapier und drückt ihn flach, sodass er wie eine Schneeflocke aussieht.
  • Im Kühlschrank abkühlen lassen und vorsichtig vom Papier abheben.

Bärlauch-Quark

Bärlauchfeld im Wald, Foto: Peter Rüther, piclease
Bärlauchpflanze in Blüte, Foto: Antje Deepen-Wieczorek, piclease
Bärlauchblätter geerntet, Foto: Wolfgang Wendefeuer, piclease

Im Frühling wachsen dem Bärlauch seine Blätter. Sie sind länglich und weich und ähneln stark den Blättern des Maiglöckchens. Um Bärlauch zu sammeln, brauchst Du eine gute Nase, er riecht nämlich besonders stark nach Knoblauch und wird deswegen auch „Waldknoblauch“ genannt. Du findest ihn im Wald, aber auch an Fluss- und Bachrändern.

Achtung! Beim Sammeln musst Du unbedingt darauf achten, dass Deine Blätter stark nach Knoblauch riechen, tun sie das nicht, können es giftige Mai­glöckchen­blätter sein. Es besteht Verwechslungs­gefahr!

Hier einige wichtige Unterscheidungsmerkmale:

Bärlauch:
riecht stark nach Knoblauch
Blätter sind auf der unteren Seite „stumpf“

Maiglöckchen:
kein Knoblauch-Duft
Blätter glänzen auf der Unterseite

Sammeltipp:
Am besten erntest Du die Blätter direkt vor der Blüte.
Sie sind besonders zart und schmackhaft!

Hast Du ein paar Blätter gesammelt, zeigst Du sie sicherheitshalber einem Erwachsenen und schon kann´s losgehen!

Für Deinen Bärlauch-Quark-Aufstrich brauchst Du:

  • 2 Handvoll Bärlauch-Blätter
  • 250 Gramm Quark
  • Etwas Milch oder Jogurt
  • Etwas Salz

Und so geht’s:

  • Als erstes musst Du die Bärlauch-Blätter mehrmals gut waschen,
    trocknen lassen und kleinschneiden.
  • Anschließend vermischt Du den Quark mit der Milch oder dem Jogurt.
  • Dann rührst Du die Bärlauch-Stücke unter den Quark.
  • Am Schluss musst Du das Ganze noch mit etwas Salz abschmecken.

Schmeckt superlecker aufs Brot oder Brezn, aber auch zu Ofenkartoffeln oder Gemüsestangerl (z.B. Karotten). Probiers mal ...

Guten Appetit!

Ostereierfärben leicht gemacht!

Bunte Eier, Foto: Marie Elisabeth Asmus, piclease
Bunte Eier im Gras, Foto: Norbert Hirneisen, piclease

Bunt gefärbte Eier gehören zu jedem Osterfest und haben einen langen Brauch. Mit natürlichen Zutaten kannst Du ganz einfach selbst Färbemittel herstellen und mit ein paar Tricks tolle Muster auf Deine Eier zaubern!

Das brauchst Du:

  • rot-violette Eier: Rote Beete
  • blaue Eier: Holunderbeersaft
  • gelb-orange Eier: Brennesselblätter oder Karotten
  • grüne Eier: Spinat oder Petersilie

Und so geht’s:

  1. Zuerst musst Du Dir ein Färbebad Deiner Wahl herstellen:
    Rot-violette Eier: Du musst 500 Gramm rote Beete zerkleinern und in einem Topf mit 2 Liter Wasser circa 30 bis 40 Minuten kochen lassen. Anschließend musst Du den Farbsud filtern (dazu brauchst du ein Geschirrtuch, das du über einen zweiten Topf spannst; den Farbsud langsam über das Tuch gießen, so dass nur das gefärbte Wasser durch das Tuch in den Topf gelangt!).
    Blaue Eier: Für blaue Eier musst Du nur den Holunderbeersaft in einen Topf füllen.
    Gelb-orange Eier: Du musst 100 Gramm Brennesselblätter zerkleinern und mit 2 Liter Wasser etwa 50 bis 60 Minuten kochen lassen. Anschließend musst Du den Farbsud wieder filtern. Für einen Karottensud musst Du die Karotten ebenfalls zerkleinern und mit 2 Liter Wasser 30 bis 40 Minuten kochen lassen. Anschließend den Farbsud filtern.
    Grüne Eier: Du musst entweder 500 Gramm Spinat oder 500 Gramm Petersilie zerkleinern und mit 2 Liter Wasser 30 bis 40 Minuten kochen lassen. Anschließend musst Du den Farbsud ebenfalls filtern.
     
  2. Als nächstes musst Du Deine Eier in kochendem Wasser circa 6 Minuten hart kochen.
  3. Jetzt „schreckst“ Du die hartgekochten Eier unter kaltem Wasser kurz ab und legst sie für ungefähr 30 Minuten in Deinen selbst gebrauten kalten Farbsud.
  4. Danach holst Du sie vorsichtig mit einem Suppenlöffel aus dem Sud und legst sie zum Trocknen auf ein Küchentuch.
  5. Damit Deine Eier schön glänzen, kannst Du sie – nachdem sie ganz trocken sind – mit Speiseöl einreiben!

Tipps zum Verzieren Deiner Eier:

  • Lege ein beliebiges Blatt auf Dein Ei und zieh ihm anschließend einen Seidenstrumpf an. Danach gibst Du Dein Ei in ein beliebiges Färbebad.
  • Wenn Du vor dem Färben mit einem Pinsel kleine Muster mit Zitronensaft auf Dein gekochtes Ei aufmalst, nimmt die Stelle, an der Du den Saft aufgetragen hast, keine Farbe an.

Viel Spaß beim Eierfärben!

Über einen Schnappschuss Deiner Meisterstücke würde ich mich freuen.

Löwenzahn-Sirup

Löwenzahn, Foto: Hans-Gerd Paulus (piclease)
Löwenzahn, Foto: Hans-Gerd Paulus (piclease)
Löwenzahnwiese, Foto: Martin Kreuels (piclease)
Löwenzahnwiese, Foto: Martin Kreuels (piclease)

Prächtig und gelb blüht er auf Wiesen und am Wegrand: der Löwenzahn. Doch er ist nicht nur schön anzusehen, sondern schmeckt auch besonders gut. Probier´s doch gleich mal aus!

Du brauchst (für ca. 500ml Sirup):

  • etwa 200 Löwenzahnblüten
  • 1 Liter Wasser
  • 2 unbehandelte Zitronen
  • 250 Gramm Zucker

Und so geht’s:

  1. Als erstes musst Du Dich auf den Weg machen und 200 Löwenzahnblüten sammeln.
  2. Anschließend gibst Du sie in einen großen Topf und lässt sie aufkochen.
  3. Während das Wasser mit den Blüten langsam kocht, schneidest Du die Zitronen in Scheiben und gibst sie in den Topf.
  4. Du musst das Ganze nun so lange köcheln lassen, bis nur noch die Hälfte des Wassers in Deinem Topf übrig ist (diesen Vorgang nennt man „einreduzieren“).
  5. Jetzt musst Du das Gemisch über Nacht ziehen lassen, das heißt, Du deckst den Topf mit einem Geschirrtuch ab und lässt ihn eine Nacht lang stehen.
  6. Am nächsten Tag muss Dein Sirup abgeseiht werden. Dazu brauchst Du entweder ein feines Sieb oder ein sauberes Geschirrtuch.
  7. Nach dem Abseihen erwärmst Du den Sirup erneut und gibst langsam den Zucker dazu, sodass der Sirup eindickt.
  8. Zum Schluss füllst Du den Sirup heiß in eine saubere Flasche ein, verschließt sie gut und lässt ihn abkühlen.

Jetzt kannst Du Deinen Sirup mit kaltem Trinkwasser verdünnen, ein paar Eiswürfel ins Glas… und fertig ist Dein Erfrischungsgetränk!

Übrigens, Löwenzahnsirup hilft Dir auch, wenn Du Husten hast. Probier´s aus!

Tipp:

Wenn Du den Zucker durch Gelierzucker ersetzt, kannst Du aus Deinem Sirup Gelee machen!

Fruchtige Marmelade und „beerige“ Drinks

Erdbeeren, Foto: Andreas Lettow (piclease)
Erdbeeren, Foto: Andreas Lettow (piclease)
Himbeeren, Foto: August Falkner (piclease)
Himbeeren, Foto: August Falkner (piclease)
Kirsche, Foto: Falk Herrmann (piclease)
Kirsche, Foto: Falk Herrmann (piclease)

Die Kirschen hängen rot an den Bäumen, die Aprikosen leuchten saftig gelb, die Himbeeren hängen schwer an ihren Sträuchern und die letzten Erdbeeren schmecken jetzt besonders süß.
Wer nicht nur gern von Bäumen und Sträuchern nascht, sondern auf der Suche nach leckeren Ideen mit frischem Obst ist, ist in unserer Naturküche genau richtig.
Ob Marmelade, Fruchtquark oder Milchshake, selbstgemacht schmeckt einfach besser!

Frische Frucht-Marmelade:

Du brauchst:

  • 1kg Früchte Deiner Wahl
  • 1kg Gelierzucker
  • saubere Gläser mit Deckel
  • Stabmixer

Und so geht’s:

Als erstes musst Du die Früchte abspülen und sorgfältig verlesen. Gammelige Früchte verderben die Marmelade schnell - also unbedingt weg damit! Die Früchte musst Du anschließend mit dem Stabmixer pürieren. Wenn Dich die kleinen Kernchen stören, musst Du alles noch mal durch ein Sieb streichen. Anschließend rührst Du den Gelierzucker unter und bringst das Gemenge zum Kochen. Dabei musst Du immer wieder umrühren, damit Dir Deine Marmelade nicht anbrennt! Sobald die Marmelade kocht, kannst Du sie in saubere Gläser einfüllen. Du musst den Deckel unbedingt fest verschließen. Abschließend lässt Du die Marmelade abkühlen.

Fruchtquark:

Du brauchst:

  • eine Hand voll frisches Obst Deiner Wahl
  • 1 Becher Naturjoghurt
  • 1 Becher Quark
  • etwas Zucker
  • Handrührgerät

Und so geht’s:

Als erstes musst Du das Obst waschen und in kleine Stücke schneiden. Anschließend gibst Du den Naturjoghurt zusammen mit dem Quark in eine Schüssel und verrührst die beiden Zutaten. Am besten nimmst Du dazu ein Handrührgerät. Jetzt gibst Du das Gemisch in eine Schüssel und hebst Deine Früchte unter. Mit etwas Zucker kannst Du Deinen Fruchtquark nach Bedarf abschmecken.

Milchshake:

Du brauchst:

  • eine Hand voll Erdbeeren oder Himbeeren
  • 250ml eiskalte Milch
  • (Stab-)mixer

Und so geht’s:

Zunächst müssen die Erdbeeren und/oder Himbeeren geputzt und gewaschen werden. Anschließend gibst Du sie zusammen mit der gekühlten Milch für eine Minute in einen Mixer. Zum Schluss füllst Du Deinen Shake in ein großes Glas. Strohhalm rein und fertig!

Rehburger - An den Grill, fertig, los!

Rehburger
Kugelgrill
Wildkochbuch

Rezept für 6 Portionen:

Zutaten:

  • 400 g Muskelfleisch vom Reh
  • 400 g Wildschweinbauch (von Frischling oder Überläufer)
  • 1 Zwiebel
  • 1 – 2 Knoblauchzehen
  • 5 Stängel glatte Petersilie
  • 1 Ei (Größe L)
  • ½ TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 1 EL Salz
  • Pfeffer aus der Mühle
  • 4 EL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 – 2 Msp. Cayennepfeffer
  • Mehl zum Bestäuben
  • evtl. Butterschmalz zum Braten
  • 6 Burgerbrötchen
  • 6 Salatblätter
  • 12 Tomatenscheiben
  • Röstzwiebeln
  • evtl. einen Burgerformer

Zubereitung:

  1. Beide Fleischsorten in grobe Stücke schneiden. Durch die 5-mm-Scheibe des Fleischwolfs drehen. Zugedeckt kalt stellen.
  2. Zwiebel und Knoblauch abziehen, sehr fein würfeln. Petersilie waschen, trocken tupfen und die Blätter fein schneiden. Vorbereitete Zutaten zum Hackfleisch geben. Ei, Zitronenschale, Salz, etwas grob gemahlenen Pfeffer, Paprikapulver und Cayennepfeffer zufügen. Alles miteinander verkneten. Den Hackfleischteig abgedeckt zwei Stunden kalt stellen.
  3. Mithilfe eines Burgerformers aus dem Hackfleischteig sechs flache Burger ausstechen oder formen. Beidseitig mit Mehl bestäuben. Burger entweder auf dem eingeölten Rost bei mittlerer Hitze pro Seite 7 bis 8 Minuten grillen. Oder in der Pfanne bei mittlerer Hitze in Butterschmalz gut durchbraten.
  4. Burgerbrötchen aufschneiden, nach Belieben rösten. Fertige Rehburger mit je 1 Salatblatt, 2 Tomatenscheiben und einigen Röstzwiebeln zwischen die Brötchenscheiben legen.

TIPP: Dazu schmeckt eine Soße aus Senf, Tomatenketchup, etwas Joghurt und Schnittlauchröllchen.

Wild grillen am Lagerfeuer

Endlich ist es wieder so weit: die Sonne scheint mit ganzer Kraft, die Luft wird wärmer und Grillduft liegt in der Luft – der Sommer ist da. Für alle Naturkinder und Abenteurer unter Euch gibt es ein besonders leckeres Geheimtipp-Rezept von mir: Reh-Cevapcici mit Stockbrot.

Stockbrot
Du brauchst für 8 Portionen:
1 kg Mehl
2 Päckchen Trockenhefe
500 ml Wasser, lauwarmes
1 TL Salz
Stöcke, circa 1,20 Meter lang

Und so geht's:
Als erstes musst Du die Hefe und das lauwarme Wasser in eine Schüssel geben und verrühren. Dann gibst Du das Salz und das Mehl dazu und verrührst alles zu einem Teig. Jetzt musst Du zehn Minuten lang kräftig kneten. Danach lässt Du den Teig an einem warmen Ort fünf Stunden abgedeckt stehen, damit der Hefeteig gehen kann, das bedeutet, die Hefe breitet sich aus. Dein Teig wird dadurch gut doppelt so groß. Nachdem der Teig „gewachsen“ ist, musst Du ihn nochmals kurz kneten und in hühnereigroße Portionen aufteilen. Daraus rollst Du etwa fünfzig bis siebzig Zentimeter lange Schlangen. Diese Schlangen musst Du nun eng um die Spitze eines Stockes wickeln. Jetzt kannst Du Dein Stockbrot am Lagerfeuer oder am Grill garen bis es fertig ist. Achtung: Du darfst Dein Brot nicht in die offene Flammen halten, sonst wird es schwarz. Tipp: Wenn Du in Deinen Teig geröstete Zwiebel- oder Speckwürfel gibst, hast Du ein Pizza-Stockbrot!

Reh-ĆevapčiĆi
Du brauchst für 4 Portionen:
500 g Hackfleisch vom Reh
2 große Zwiebeln
4 Knoblauchzehen
3 EL Semmelbrösel
1 EL Paprikapulver, rosenscharf
1 Bund Thymian
Salz und Pfeffer
1 Ei

Und so geht's:
Als erstes musst Du die Zwiebeln und die Knoblauchzehen schälen und fein hacken sowie den Thymian abbrausen, gut ausschütteln und ebenfalls hacken. Das Hackfleisch gibst Du in eine Schüssel. Es wird mit den Zwiebeln, dem Knoblauch und den Semmelbröseln vermischt. Anschließend musst Du das Ei aufschlagen und mit Thymian, Paprikapulver, Salz und Pfeffer verrühren. Jetzt gibst Du die Zutaten zum Hackfleisch und verknetest alles zu einem Fleischteig. Aus diesem musst Du abschließend fingerdicke, circa fünf Zentimeter lange Röllchen formen. Und jetzt: ab auf den Grill!

Hat's geschmeckt?

Wenn Ihr Rezepte nachkocht, schreibt uns gerne, wie es Euch geschmeckt hat. Und wenn Ihr tolle Rezepte aus der Naturküche kennt, die wir hier verraten dürfen, freue ich mich natürlich auf Eure Mail.