Wilde Hühner

Auerhahn, Foto: Jens Schumann (piclease)
Auerhahn, Foto: Jens Schumann (piclease)

Der Auerhahn ist unser größter hei­mi­scher Hühner­vogel. Am liebsten bewohnt er den Alpenraum.
Bei uns findest Du ihn im Bayerischen Wald. Er wird bis zu 6 Kilo schwer. Auerhähne sind ihren Hennen sehr treu. Ende März bis Mai ist die Balzzeit der Auer­hähne. Mit ihrem Balztanz beeindrucken sie die Hennenwelt. Dabei breiten sie ihren prächtigen Fächer aus und „singen“ ihren Balz­gesang. Die Henne legt 6-10 bräunliche Eier aus denen nach ca. 26 Tage die Küken schlüpfen.
Auerhühner er­nähren sich von Knospen, Nadeln, Früchten, aber auch Insekten, Schnecken und Würmer. Wie viele andere Hühner auch, hudert das Auerwild gerne, das heißt, es nimmt ein Sandbad und befreit sich somit von lästigen Tierchen in seinem Gefieder und auf seiner Haut.

Birkhahn, Foto: Georg Pauluhn (piclaese)
Birkhahn, Foto: Georg Pauluhn (piclaese)

Das Birkwild ist dem Auerwild sehr ähnlich, allerdings ist es kleiner und wird auch nur knapp 2 Kilo schwer.
Auch Birkhähne sind ihren Hennen treue Weggefährten und beein­dru­cken ihre Hennen mit ausgiebigen Balztänzen. Birkhähne haben eine sehr auffällige „Balzrose“ am Kopf, die wie eine kleine rote Haube aussieht.

Fasan, Foto: Stefan Ott (piclease)
Fasan, Foto: Stefan Ott (piclease)

Der Fasan stammt ursprünglich aus Asien. Heute fühlt er sich in Bayern besonders in Feld- und Waldgebieten mit Hecken und Unterschlüpfen sehr wohl.
Du erkennst den Fasanenhahn an seiner bunten Färbung und an seinen prächtigen Stoßfedern. In der Balzzeit, also ab März, beginnen die Fasanen­hähne um ihre Hennen zu kämpfen. Während die Hennen sich um die Brut kümmern, bewachen die Hähne das Gelege vor Fressfeinden. Trotzdem ist ihr Nachwuchs sehr gefährdet, da die Hennen ihre Eier am Boden, zum Beispiel in Wiesen oder Hecken, ablegen.

Schneehuhn, Foto: Peter Schild (piclease)
Schneehuhn, Foto: Peter Schild (piclease)

Das Schneehuhn trägt ein Sommer- und ein Winterkleid. Im Sommer ist der Hahn schwarzbraun und nur auf der unteren Bauchseite weiß gefärbt.
Im Winter aber sind Hahn und Henne sehr gut an ihren Lebensraum angepasst und bis auf die kleinen Stoßfederenden des Hahnes schneeweiß. Sogar ihre Läufe und Zehen sind mit weißen Federn bekleidet. Schneehühner leben in der felsigen Alpenregion. Ein Schneehuhn wird nur ca. 600 Gramm schwer. Im Winter graben sie sich Schneehöhlen, in denen sie übernachten, im Sommer suchen sie Verstecke zwischen den Felsen. Der Hahn und die Henne übernehmen nach der Brutzeit im Mai gemeinsam die Aufzucht ihrer Küken.

Rebhuhn, Foto: Josef Limberger (piclease)
Rebhuhn, Foto: Josef Limberger (piclease)

Anders als Auerhahn und Co tragen Hahn und Henne des Rebhuhns das gleiche braun gesprenkelte Federn­kleid.
Sie werden bis zu 500g schwer und ernähren sich sowohl von Insekten und Würmern, als auch von Pflanzen­knospen, Blättern, Blüten und Samen. Ende April legt die Rebhuhnhenne bis zu 20 Eier. Bei der Bewachung und Fütterung der Küken, die Ende Mai schlüpfen, hilft der Rebhuhn­papa fleißig mit.
Im Winter bilden die Rebhühner sogenannte Ketten, das ist ein Familienverband, in dem sie gemeinsam überwintern.

Wachtel, Foto: Hans-Joachim Fünfstück (piclease)
Wachtel, Foto: Hans-Joachim Fünfstück (piclease)

Der kleinste heimische Hühnervogel ist die Wachtel. Sie wird nur ca. 100g schwer, 20 cm groß und ihr Federkleid ähnelt dem des Rebhuhns.
Wachteln sind die einzigen Hühnervögel, die zu den Zugvögeln gehören und im Winter bis nach Afrika fliegen.
Im April kehren sie zurück zu uns und halten sich den Sommer über  gerne in Feld-und Wiesengebieten auf, die ihnen genügend Deckung vor den natürlichen Feinden bieten.

Übrigens:

Die Lösung unseres Hühnerrätsels lautet: 1D, 2F, 3A, 4B, 5E, 6C

Noch mehr Infos und eine tolle Bastelanleitung für einen richtigen Auerhahn findest Du auf der Website von Treffpunkt Wildland.